Singkreis feiert Jubiläum mit Konzert

Von Bach bis zu den Beatles
Singkreis Mariäkappel feiert sein 20 jähriges Bestehen

Am Samstag, dem 12. März 2016 platzte die Marienkirche in Mariäkappel fast aus allen Nähten. In der voll besetzten Kirche erlebten die Zuhörer einen musikalischen Abend der besonderen Momente. Gestaltet vom Singkreis Mariäkappel und dem Kreuzchor unter ihrer Dirigentin Heiderose Stelzner, wurde ein weiter musikalischer Bogen verschiedenster Zeitepochen und Musikstile gespannt. Angefangen mit drei bekannten Bach-Chorälen hatte der Chor die Zuhörer sofort in seinen Bann gezogen. Mit Klavierbegleitung von Brigitte Lober setzte der Chor mit dem traumhaft schönen Choral „Jesus bleibet meine Freude“ den ersten Akzent des Abends. Stimmgewaltig und ausgewogen im Laut und Leise des Gesangs berührte es jeden der Zuhörer. Schloss man die Augen, wähnte man sich fast in der Thomaskirche in Leipzig zu Bachs Zeiten. Ein sehr gelungener und berührender Moment. Ganz anders dann die Spirituals. So getragen das „Amazing Grace”, so mitreißend und motivierend das „Swing low sweet chariot“. Der Chor verstand beides hervorragend zu interpretieren, was das Publikum mit großem Applaus bedachte. Bei den Gesängen aus Taizé mit drei Stücken wurde der Chor von den Solisten Brigitte Lober am Klavier, Sigrid Schindler mit der Flöte und Günter Karger an der Klarinette unterstützt und begleitet. Im zweiten Teil des Konzertes agierte dann der Singkreis ohne den Kreuzchor und gab zwei kirchliche Lieder von Michael Schütz zum Besten. Einen weiteren musikalischen Block bildeten drei Lieder aus der Finnischen Messe. Es sind „Lieder der Stille“, die mit ihren rhythmischen, meditativen Melodien Hoffnung, Glauben und Mut bewirken sollen. Man konnte spüren, dass dieses Gefühl wie ein Funke vom Singkreis auf das Publikum übersprang. Mit drei Stücken aus bekannten Musicals wurde die Rhythmik der Zuhörer weiter gefordert. „I will follow him“ aus Sister Act und „Oh happy day“ wurden vom Chor so inbrünstig und beschwingt vorgetragen, dass die Kirche regelrecht „rockte”. Zum Ende des Konzertprogrammes intonierte dann der Chor noch vier wunderbar berührende Popsongs. Mit „Let it be“ von den Beatles schloss sich so der Kreis stimmig zu den Bachstücken. In beiden spielen Hoffnung, Glaube und Zuversicht eine zentrale Rolle. Als Zugabe nach frenetischem Applaus und Standing Ovations entführte uns der Chor nach Afrika. Mit hinreißenden „Stammesgesängen“ und tanzendem Publikum ging ein wunderbarer Konzertabend zu Ende.
Beim anschließenden Empfang im Gemeindehaus folgte dem musikalischen noch ein kulinarischer Hochgenuss mit Köstlichkeiten vom Gasthof Adler.  
Es ist schon fantastisch, welch breites Repertoire sich der Singkreis in den letzten Jahren erworben hat. Egal ob kirchliche oder weltliche Stücke oder Popmusik. Der Chor versteht es jedes Mal sein Stimmvolumen und das Arrangement auf die jeweiligen Stücke abzustimmen.
DANKE an Heiderose Stelzner, den Sängerinnen und Sängern und Solisten für dieses Geschenk. Die Ernte langer, intensiver und harter Proben.
Eine Besucherin fasste den Abend noch mit dem Satz treffend zusammen: „Des woar a richtich schääner Oabend.“