Eine Ära geht zu Ende

Von links nach rechts: Pfarrer Claus Bischoff, Schwester Margarete

In einem bewegenden Abendgottesdienst ist am 21. Juni 2009 Schwester Helga Hofmann nach 34 Jahren im aktiven Dienst in den wohlverdienten Ruhestand verabschiedet worden. Die Pflege unserer Kranken und Hochbetagten, die Begleitung unserer sterbenden Mitmenschen, Worte des Trostes und des Gebetes - in diesem Geist hat Schwester Helga tagaus tagein ihren Dienst verrichtet.

Schwester Helga wird von ihren Kolleginnen verabschiedet

Viele Kreßberger haben es sich deshalb nicht nehmen lassen, sich zur Marienkirche nach Mariäkappel aufzumachen, um durch ihr Kommen ihren Dank zum Ausdruck zu bringen. So war denn auch die hohe Wertschätzung für die getane Arbeit im Gottesdienst mit den Händen zu greifen. In seiner Predigt zur Fußwaschung Jesu (Johannes 13,1-15) machte Prälat i.R. Paul Dieterich deutlich, worin die königliche Würde Jesu besteht: Seine Herrschaft kommt nicht in der Durchsetzung von Macht, sondern in dienender Hingabe zum Ausdruck. Er dankte unseren Gemeindeschwestern für ihren in diesem Geist verrichteten Dienst, in dem sich in einer letzten Tiefe die wahre Kirche zeigt.

Der Posaunenchor Marktlustenau

Der Gottesdienst war freilich ein Gottesdienst aller Kreßberger: Der Posaunenchor Marktlustenau sowie der Swingkreis Waldtann haben mit festlichem Gesang und Spiel ihren Dank musikalisch zum Ausdruck gebracht, die versammelte Gemeinde stimmte einen kraftvollen Choralgesang an. Auch unsere Gemeindeschwestern haben sich singend von ihrer Kollegin verabschiedet und brachten ihren warmherzigen Dank in selbst gedichteten Versen zur Sprache. Dem konnte sich Pfarrer Blank nur anschließen: Für ihn sei es ein Privileg gewesen, mit Schwester Helga eine ebenso zuverlässige wie bescheidene Kollegin im diakonischen Amt der Gemeinde gehabt zu haben.

Bürgermeister Robert Fischer dankt Schwester Helga für ihren Dienst

Herzlicher Dank war auch der Tenor aller Grußworte. Bürgermeister Robert Fischer dankte im Namen der Gemeinde Kreßberg für die geleistete Arbeit. Er erinnerte daran, dass Schwester Helga die Sozialstation zu dem gemacht hat, was sie heute ist. Der Vorsitzende der Bezirkssynode Dr. Hans-Rudolf Soffner, überbrachte die herzlichen Grüße von Dekan und Kirchenbezirk. Pfarrer Claus Bischoff dankte Schwester Helga im Namen der Kirchengemeinden Marktlustenau und Waldtann und nahm noch einmal Bezug auf das gefeierte 30-jährige Dienstjubiläum vor vier Jahren. Als zweiter Vorsitzender des Kirchengemeinderats überbrachte Rolf Krespach im Namen der katholischen Kirchengemeinde seinen Dank für die sehr gute Zusammenarbeit. Schwester Margarete Mühlbauer dankte Schwester Helga im Namen des Evangelischen Diakoniewerks Schwäbisch Hall e.V. für ihren aufopferungsvollen Dienst.

Schwester Helga gibt den Stab an Schwester Hannelore weiter

Doch der Gottesdienst stand nicht nur im Zeichen des Abschiedes. Nachdem Schwester Helga durch ein Segenswort den Stab an ihre Nachfolgerin weitergegeben hatte, führte Pfarrer Blank Schwester Hannelore im Beisein von Schwester Margarete als neue Gemeindeschwester in ihren Dienst in Kreßberg ein und begrüßte sie als neue Kollegin herzlich: „Wir freuen uns auf Ihr Kommen!“. Dem schlossen sich alle Grußwortredner mit dem Wunsch eines guten Starts an.

Schwester Hannelore stellt sich der Gemeinde vor

Beim anschließenden Stehempfang im vollen Gemeindehaus klang der Abend bei guter Bewirtung und vielen anregenden Gesprächen aus - einem Abend, an den man sich sicher noch lange und gerne erinnern wird.