Das Kirchenschiff der Johanneskirche wird 250 Jahre alt

Auf dem Bild von links nach rechts: Pfarrer i.R. Dietrich Fischer,

An Kirchweih am 19. Oktober 2008 erinnerten die evangelischen Kirchengemeinden Mariäkappel und Leukershausen in einem festlichen Gottesdienst an den Neubau des Kirchenschiffes der Johanneskirche vor 250 Jahren.

 

Die Geschichte jener Zeit ist spannend wie ein Krimi: So übte das Dinkelsbühler Hospital das Patronatsrecht an der Johanneskirche aus, womit sich die weltliche Herrschaft aus Ansbach partout nicht abfinden wollte. Von den ständigen Händeleien war im Gottesdienst freilich nichts mehr zu spüren: Als gebürtiger Ansbacher war der ehemalige Dinkelsbühler Dekan Herbert Reber auf der Kanzel wie ein persönliches Symbol versöhnter Vergangenheit. Er hielt die Festpredigt zu Psalm 84,5.

 

Den Gottesdienst gestaltete Dekan Dr. Dalferth mit. Er ließ es sich nicht nehmen, durch sein Kommen die Verbundenheit mit Crailsheim und mit dem Kirchenbezirk zum Ausdruck zu bringen.

 

Im Anschluss folgten Grußworte von der Dinkelsbühler Bürgermeisterin Hildegard Beck, Dekan Dr. Winfried Dalferth und dem Kreßberger stellvertretenden Bürgermeister Reinhold Kett,  der mit seiner Drehorgel  der Johanneskirche ein Geburtstagsständchen brachte - wohl eine historische Premiere.

 

Nach dem Mittagessen vertiefte der zweite Vorsitzende der Kirchengemeinde Leukershausen Roland Hofmann in einem sehr anschaulichen Festvortrag den Gang durch die Geschichte der Johanneskirche.  Am Nachmittag bot sich bei Kaffee und Kuchen die Gelegenheit zu vielen Gesprächen.  Auch 250 Jahre nach dem Neubau des Kirchenschiffes war an diesem Festtag diese Wahrheit mit Händen zu greifen (Psalm 84,5): Wohl denen, die in Deinem Hause wohnen; die loben Dich immerdar!